Botulinum

Botulinumtoxin wird seit Jahren als zugelassenes Medikament angewandt, welches bei vielen Erkrankungen routinemäßig eingesetzt wird wie, z.B. bei Migräne, Spasmen und übermäßigem Schwitzen. Aufgrund der sehr hohen Sicherheit des Präparates verwendet man Botulinumtoxin-Produkte zur Glättung mimischer Gesichtsfalten, wie etwa Zornes- und Stirnfalten, Augenfalten oder hängenden, herabgezogenen Mundwinkeln. Außer den mimischen Muskeln entspannen sich auch feine Muskelfasern in der Haut – so entsteht ein eindrucksvoller hautglättender Effekt. Mit einer Botulinumtoxin - Behandlung kann einer Faltenbildung ggf. sogar vorgebeugt werden.

Die hautglättende Wirkung wird durch eine gezielte Schwächung der oberflächlichen überaktiven Muskulatur erzielt, in die Botulinumtoxin mit sehr feinen Kanülen in stark verdünnter Form injiziert wird. Dort blockiert es vorübergehend die Nervenleitung, so dass der Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden kann.

Diese Anwendung kann beliebig oft wiederholt werden. Auch Spannungskopfschmerzen und Migräne lassen sich so behandeln. Die Behandlung dauert ambulant ca. 20-30 Minuten. Die Wirkung tritt innerhalb von 3-8 Tagen ein und hält in der Regel etwa 3-6 Monate an. Eine Nachbehandlung kann nach Wunsch dann erneut erfolgen, wobei die Abstände zwischen den Behandlungen in der Regel länger werden.

Insgesamt ist die Behandlung mit Botulinumtoxin sehr sicher und äußerst effektiv in ihrer Wirkung. Sie dürfen in unserer Praxis hierzu größte Sorgfalt, Präzision und langjährige Erfahrung erwarten.

 

Wo kann Botulinum angewendet werden?

Stirn

Die Behandlungsergebnisse an Zornesfalten und Stirnfalten sind eindrucksvoll: häufig werden bei Schreibtisch- und Computerarbeiten die Stirnmuskeln unbewusst überaktiv und dauernd angespannt, welches zu einem entsprechenden Gesichtsausdruck führen kann. Ihre Stirn kann durch die Entspannung der Stirnmuskulatur deutlich glatter werden. Zudem hat die Blockade dieser Muskeln auch einen entspannenden Nebeneffekt, den Sie deutlich spüren werden. Bei einer Neigung zu solchen Stirnfalten hat eine frühe Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin auch einen vorbeugenden Charakter.

 

Augen

Mit Botulinumtoxin lassen sich „Krähenfüße“, die Mimikfalten um die Augen gut behandeln. Das Präparat schwächt die Muskulatur und sorgt für eine Entspannung, so dass es Ihre Augen offener und größer erscheinen läßt. Auch eine leichte Anhebung der Augenbrauen und damit ein verringerter Hautüberschuss an den Oberlidern bei Schlupflidern sind möglich.

 

Nase und Wangen

Bei sog. Zähneknirschen und überaktiven Zusammenbeißen der Zähne (sog. Bruxismus) kann der besonders stark ausgeprägte, verdickte Kaumuskel durch Botulinuminjektionen langfristig geschwächt werden. Dieser wird zunehmend dünner, was besonders im hinteren, unteren Kieferbereich zu einer Verschlankung führt, die allerdings erst nach ca. 4 Wochen sichtbar wird. Auch eine Schmälerung des Gesichts ist mit Botulinumtoxin möglich.

 

Lippen und Mund

Auch „Raucherfältchen“ an der Oberlippe können durch eine Botulinum-Therapie gemildert werden. Denn die Muskelkraft beim „Spitzen“ der Lippen lässt sich durch Botulinumtoxin reduzieren, was zur Verringerung der Faltentiefe von Raucherfalten führt. Jedoch kann nur eine geringe Schwächung der Muskeln vorgenommen werden, um die gesamte Mundmimik nicht zu verändern. Häufig ist die Kombination mit Hyaluronsäurefiller zu empfehlen.

 

Kinn und Hals

Botulinumtoxin kann auch am Kinn gegen die sog. Pflastersteinfalten eingesetzt werden. Sind die Kinnfalten jedoch schon ziemlich tief, bedarf es einer zusätzlichen Faltenauffüllung mit Hyaluronsäure, um die untere Gesichtspartie in mehreren Sitzungen nachhaltig zu verschönern. Bei einer tiefen Querfalte am Kinn ist eine längere Therapie erforderlich, deshalb empfiehlt sich eine frühzeitige Schwächung der Kinnmuskulatur.

Und auch prominente Muskelstränge in der Halsregion (Platysma) eignen sich gut für eine Behandlung mit Botulinumtoxin. Wenn das Halsgewebe noch nicht zu erschlafft ist – also meist vor dem 50. Lebensjahr – ist es möglich, die hervortretenden Platysmamuskelbänder am Hals mittels Botulinumtoxin zu entspannen und den Hals dadurch glatter wirken zu lassen

 

Achsel / Schweißminderung

Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) kann hervorragend mit Botulinum therapiert werden. Die Wirkung von Botulinumtoxin in dieser Körperregion hält verhältnismäßig lange an. In der Regel ist nur eine Behandlung jährlich erforderlich, um die übermäßige Neigung zum Schwitzen merklich einzudämmen.

 

Nach der Behandlung

Wir empfehlen, die Muskulatur in der ersten halben Stunde nach der Behandlung aktiv zu bewegen. Sie sind sofort wieder gesellschaftsfähig.

FAQ

Für welche Falten ist Botulinumtoxin geeignet?

Besonders gegen Falten, die durch überaktive Muskeltätigkeiten erzeugt werden.

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Schwangere, stillende Mütter, Patienten mit Nerven – und Muskelerkrankungen oder bekannter Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff sollten sich keiner Botulinum Behandlung unterziehen.

Ist Botulinumtoxin gefährlich für meinen Körper?

Bei Beachtung der korrekten Anwendung sind die Risiken einer Behandlung mit Botulinumtoxin sehr gering. Die meisten Nebenwirkungen, kleine Schwellungen und leichte Rötungen bilden sich nach 1-2 Stunden zurück. Extrem selten kann es zu einer vorübergehenden Mitlähmung benachbarter Muskeln kommen.

Sind volle Lippen mit Botulinumtoxin möglich?

Nein! Volle Lippen können durch die Injektion von Hyaluronsäure oder Eigenfett erzielt werden.

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

Die Behandlung ist nahezu schmerzfrei, insbesondere bei vorheriger Verwendung von Betäubungsgel. Vor der Behandlung sollten Sie bitte keine blutverdünnenden Medikamente oder Antibiotika einnehmen.

Muss ich mit Nebenwirkungen rechnen?

Alle Nebenwirkungen sind von vorübergehender Natur. Schwellungen und leichte Rötungen an der Injektionsstelle, Blutergüsse, bilden sich schnell zurück.

Wie lange wirkt eine Botulinum-Behandlung vor?

Im Durchschnitt und abhängig von der Lokalisation 3-6 Monate.

Wird meine Gesichtsmimik stark beeinträchtigt sein?

Nein, ein steifes leblos wirkendes Gesicht ist nicht gewünscht. Eine natürliche Mimik bleibt erhalten, lediglich die überaktiven Muskeln werden blockiert.